Antrag: sozialraumorientierte Jugendhilfe in Velbert

30. Oktober 2018

Die Verwaltung wird beauftragt,

1. ein Konzept zur Weiterentwicklung bzw. Neustrukturierung der sozialraumorientierten
Jugendhilfe in Velbert zu entwickeln und den Ausschüssen zur Beschlussfassung
vorzulegen. Die Erarbeitung der Konzeption erfolgt unter fachlicher Begleitung durch das
Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung der Universität
Duisburg/Essen.

2. darüber hinaus wird die Verwaltung gebeten, mit der Gebit Münster und der GPA NRW
die Möglichkeit der Weiterbegleitung und fachlichen Beratung im Rahmen der Umsetzung
der Handlungsempfehlungen aus dem Bericht zu der Organisationsuntersuchung der Hilfen
zur Erziehung im Jugendamt der Stadt Velbert zu prüfen. Die Kernkompetenz der Gebit
Münster ist sehr erfahren im Bereich von Qualifizierungsmaßnahmen und fachlicher Beratung
von Mitarbeitern und der Einsatz von Softwarelösungen.

3. Der Jugendhilfe- und Sozialausschuss sind regelmäßig über den aktuellen Stand des
Projektes zu unterrichten. Für die Umsetzung des neuen sozialräumlichen Konzeptes soll
der 1. Januar 2021 angestrebt werden.

Begründung:

Für den Bereich der Jungendhilfe sehen wir derzeit zwei wesentliche Handlungsschwerpunkte, die
sicher auch teilweise in einander greifen. Erstens die Weiterentwicklung der Stadtteilsozialarbeit,
d.h. die sozialraumorientierte Jugendhilfe und zweitens die Optimierung der strukturellen Schwächen
im Jugendamt, die sich aus dem Bericht der Gebit Münster zur Organisationsuntersuchung der
Hilfen zur Erziehung ergeben haben.
Beide miteinander verwobene Themenkomplexe müssen fachlich professionell begleitet werden.
Eine Einbeziehung beider Institute mit unterschiedlichen Kernkompetenzen halten wir daher für
zwangsläufig. Die Einbindung des Institutes der Universität Duisburg/Essen halten wir aus
fachlicher Sicht und auf Grund der räumlichen Nähe als unbedingt erforderlich.
Der Jugendhilfe- und Sozialausschuss haben in den letzten 2 Jahren intensiv das „Rosenheimer
Modell“ diskutiert. Im Rahmen dieser Diskussion fand im Januar 2017 ein Vor-Ort-Besuch einer
Velberter Delegation in Rosenheim statt. Im August diesen Jahres fand ein Gegenbesuch einer
Rosenheimer Delegation in Velbert statt. Es wurde deutlich, dass viele Ideen des „Rosenheimer
Modells“ zur Sozialraumorientierung auch in Velbert eine Bereicherung und effektive
Weiterentwicklung der Jugendhilfe darstellen können. Jedoch lässt sich die in Rosenheim gelebte
Praxis nicht 1:1 auf Velbert übertragen. Daher ist die Entwicklung eines eigenen Velberter Weges
notwendig. Darüber hinaus sind im Zusammenhang mit dem Ergebnisbericht der Gebit Münster
zur Organisationsuntersuchung der Hilfen zur Erziehung im Auftrag der GPA NRW diverse
Handlungsbedarfe auf diesem Gebiet deutlich geworden.

Download Antrag Rosenheim

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: